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Der IGFM Arbeitssschwerpunkt Religionsfreiheit / Verfolgte Christen bringt die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit dem Islamismus mit sich. Auch stellt sich die Frage nach der Abgrenzung von Islam und Islamismus.
Diese Seite wurde mit zwei Beiträgen Ende 2003 eröffnet: Hinweise auf die Werke von Hans-Peter Raddatz (Rezensionen werden folgen) und eine Stellungnahme von unserem IGFM-Mitglied Thomas Müller, der sich zur Debatte innerhalb der IGFM zu Wort meldet. Sofort stellten sich zwei weitere Beiträge von Leuten ein, welche die Meinung von Thomas Müller nicht unkommentiert lassen wollten. Zur Zeit führt die IGFM eine Anzeigenkampagne Mein Kind soll nicht unter dem Kopftuch lernen, in der ein bundeseinheitliches Verbot des Kopftuchtragens durch Lehrpersonal an staatlichen Schulen gefordert wird. Weiter geht man in Frankreich: Da soll auch Schülern das Tragen von "Bekenntniskleidung" (also u.a. von Kopftüchern) verboten werden. Die österrreichische IGFM kündigt eine "Dokumentation zur islamistischen Unterwanderung der Gesellschaft" an. |
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Thomas Müller zitiert den Generalvikar der katholischen Diözese Enugu in Nigeria, Prof. Obiora Ike, der übrigens Mitglied der IGFM ist ( und auch an der Veranstaltung "Kirche in Not - Hilfe für die verfolgte Kirche" im März 2004 in Augsburg teilnehmen wird ). In Nigeria stellt sich die Frage wohl deshalb anders, weil dort nicht viel über Trennung von Staat und Religion debattiert wird (soweit mir bekannt). Ob es in Frankreich die von Thomas Müller beschriebene "Einheitsfront" der religiösen Kräfte gegen den strikt säkularen Staat gibt, weiß ich nicht. Aber aus Deutschland scheinen die Stimmen aus kirchlichen Kreisen zu überwiegen, welche die Religion in einem neutralen Staat am besten beschützt sehen, wobei es gerade auch um Konfliktvermeidung zwischen den Religionen geht. Nicht jeder hat den Optimismus der Kompatibilität der abrahamitischen Religionen, wie es für den Bah'ái-Glauben, dem Thomas Müller angehört, konstitutiv ist. Im Kopftuch wird oft ein Symbol der Frauenunterdrückung gesehen. Es kommt nicht nur darauf an, was der Träger von "Bekenntniskleidung /abzeichen" sagen will, sondern wie das bei der Mitwelt ankommt. In einem Interview betitelt "Schule sollte Klima der Freiheit vermitteln", 24.09.2003, mit tagesschau.de sagte Margot Käßmann, Bischöfin der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, auf die Frage "Verstehen Sie den Wunsch Ludins, ein Kopftuch tragen zu wollen?": tagesschau.de: "Wie tolerant muss eine christlich geprägte Gesellschaft wie unsere in dieser Frage sein? Oder anders gefragt: Wie viel Anpassung darf verlangt werden?" Wer in unserem Land lebt, muss die Verfassung bejahen, und die sagt: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Ein Mädchen muslimischen Glaubens, das sich tapfer eben darauf beruft und gegen den Willen des Elternhauses ohne Kopftuch in die Schule kommt, wird sich durch eine Lehrerin mit Kopftuch gerade nicht ermutigt fühlen. Und wenn Frau Ludin erklärt, sie schäme sich ihrer Haare, sie könne vor Kindern zwar eventuell ohne Kopftuch unterrichten, müsse sich dieses aber, wenn ein Erwachsener hereinkommt, schnell über den Kopf ziehen, dann zeugt das leider eher von einem Klima der Angst als von einem Klima der Freiheit. Und ein Klima der Freiheit, gerade auch für Mädchen und Frauen, sollte unsere staatliche Schule vermitteln." In die gleiche Kerbe haut Johannes Friedrich, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ehemaliger Propst in Jerusalem: "Ich habe dazu eine ganz klare Haltung. So wichtig ich es finde, dass die Religionsfreiheit ungeschmälert zu gelten hat, dass jede moslemische Frau in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen kann, so sehr meine ich, dass das Tragen eines Kopftuches bei einer beamteten Lehrerin unter dem Gesichtspunkt zu werten ist: Welche Auswirkungen hat das auf die Schülerinnen? Seit meiner Zeit als Propst in Jerusalem ist für mich völlig klar, dass das Kopftuch moslemischer Frauen fast überall auf der Welt als Zeichen der Ungleichberechtigung der Frau zu sehen ist. Das ist unabhängig davon, was die jeweilige Trägerin zum Ausdruck bringen möchte." (Die Welt, 17.12. 2003) Der von Müller beanstandete Satz "Es gibt einen Islam ohne Kopftuch, aber es gibt keinen Fundamentalislam ohne Kopftucht!" soll sicher nicht den Koran interpretieren, sondern die gegenwärtigen Strömungen im Islam charakterisieren. |
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Herr Müller, moin, Ihr "Wer hat Angst...." ist eine ziemlich drastische Polemik, die sogar mir, einem völlig Unreligiösen und Ungläubigen über die Hutschnur geht. Das lässt sich ambesten an Ihrer Tirade über Frankreich ablesen. Alles schön verdreht, so daß es gut in Ihre Argumentation passt, aber davon nicht richtig wird. Mir sind alle Leute suspekt, die mir in Sprache, Kleidung, Gestus zeigen wollen, daß sie anders sind. Egal ob mir ein Israeli bereits im 2ten Satz sagt, er sei Jude, oder ob jemand mit dem Kreuz oder dem Kopftuch oder seiner Nationalflagge wedelt. Daraus entsteht immer nur Krach. Deshalb sind das keine Rechte sondern Streitrösser. Mein Schlüsselerlebnis: 1946 ging ich mit meinen Eltern in die Kirche und hörte, wie meine Mutter zu meinem Vater sagte: "Ist das nun nicht herrlich. Jetzt brauchen wir Frauen in der Kirche keinen Hut mehr aufzusetzen". PEM |
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Arbeitskreis Menschenrechte (AKM) Sehr geehrte Damen und Herren, diese Mitteiung erhalten Sie im Rahmen des e-mail- und Fax-Aktionskreises von Arbeitskreis Menschenrechte (AKM) und Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Arbeitsgruppe München Wer hat Angst vorm lieben Gott? Persönliche Anmerkungen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel Zu Weihnachten gedenken die Menschen weltweit der Geburt Jesu, mit dem - nach christlicher Vorstellung - Gott persönlich diese Erde betreten hat. Doch: Eine Angst geht um in Europa: Die Angst vorm lieben Gott und den tatsächlichen oder vielleicht auch nur vermeintlichen Kennzeichen seiner Anhänger in dieser irdischen Welt. Warum? Weil Gläubige suspekt sind, sie sich in gewisser Weise dem staatlichen Kontroll- und Machtanspruch entziehen und das Heil nicht von irdischen Institutionen erwarten. Schon der alte Reichskanzler von Bismarck fürchtete sich deswegen vor den Katholiken und deren "Befehlshaber" in Rom: Er ließ insbesondere die Vertreter des politischen Katholizismus verfolgen. In Frankreich strebt Präsident Chirac derzeit das Verbot von religiösen Abzeichen in Schulen an. Anlass hierfür ist der Missbrauch des Islam zu politisch-fanatischen Zwecken. Aber deshalb gleich eine ganze Religion in Misskredit bringen? In Frankreich hat man seit jeher seine Probleme auch mit dem "eigenen" Glauben: Während der Französischen Revolution funktionierte man die Kathedrale Notre Dame in den "Tempel der Vernuft" um und huldigte somit nicht mehr dem Schöpfer, sondern dessen Geschöpf. Auch wenn dieser Akt schon lange wieder rückgängig gemacht wurde, so sind bis heute die Kirchen in Frankreich Staatseigentum und den Religionsgemeinschaften nur "ausgeliehen". Diese antireligiöse Haltung der Exekutive führte jüngst zu einer gemeinsamen Stellungnahme von Katholiken, Protestanten und Orthodoxen, die vom Präsidenten des Rates der christlichen Kirchen in Frankreich unterzeichnet wurde. Sie wenden sich - wie zuvor auch Vertreter des Islam und des Judentums - gegen das von Chirac angestrebte Gesetz. Auch in Deutschland grassiert diese Haltung und treibt seltsame Blüten. So erklärt der Geschäftsführende Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Karl Hafen: "Es gibt einen Islam ohne Kopftuch, aber es gibt keinen Fundamentalislam ohne Kopftucht!" Interessant daran ist, dass sich der IGFM-Geschäftsführer damit zum Interpreten des Koran erhebt. Im Koran heißt es zur Kleidungsfrage in Sure 33 Vers 60: "O Prophet! Sprich zu (...) den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie (als ehrbar) erkannt und nicht belästigt werden." Es handelt sich also eindeutig um eine sittlich motivierte Schutzvorschrift. Dass diese Art der Kopfbedeckung nicht ursprünglich islamisch ist, können wir feststellen, wenn wir nur ca. 100 bis 150 Jahre in Europa zurückgehen, wo Kopftücher zum Alltag gehörten. Oder aber wenn wir ca. 2000 Jahre zurückblicken: Fast jedes Krippenspiel stellt Maria mit einem weiten Gewand dar, bei dem eine Kopfbedeckung obligatorisch ist. Auch katholische Ordensfrauen oder evangelische Diakonissen tragen ein Tuch, das den Großteil ihrer Haare verdeckt. In meinem beruflichen Leben habe ich fast tagtäglich mit - zumeist türkischen - Muslimen zu tun, dabei auch mit Frauen, die sich in islamischen Frauenorganisationen aktiv betätigen. Ganz selbstverständlich gehört das Kopftuch als Ausdruck religiöser Überzeugung zur Kleidung. Aber genau so selbstverständlich ist es für diese Frauen und z.B. auch deren Dachverband "ATIB" (Sitz: Köln), dass sie die IGFM-Erklärung gegen barbarische Strafen unterzeichnet haben. Dazu sei angefügt, dass sich die Steinigung nicht im Strafrechtskatalog des Koran, sondern im Alten Testament befindet. Christus hat die Steinigung nicht offiziell aufgehoben, sondern sie faktisch für nicht anwendbar erklärt. Dies dürfte klar machen: Nicht jede Frau mit einer religiös motivierten Kopfbedeckung ist zugleich eine religiöse Fanatikerin! Interessant ist, dass sich viele christlich motivierte Menschenrechtsorganisationen weit weniger aggressiv antireligiös oder antiislamisch gebärden als z.B. die "weltliche" IGFM. So hat der katholische Generalvikar der nigerianischen Diözese Enugu, Prof. Obiora Ike, die deutschen Gesetzgeber im Zusammenhang mit dem Kopftuchstreit vor zu restriktiven Maßnahmen gegen muslimische Mitbürger gewarnt. Prof. Ike, in dessen Heimat die Christen vor allem in den nördlichen Bundesländern von der Scharia, der fanatisch-islamischen Gesetzgebung mit barbarischen Strafen wie Steinigung und Gliedamputationen bedroht werden, fordert von den Christen in Westeuropa Toleranz und Gerechtigkeit gegenüber Muslimen. In einem Interview mit dem "PUR-Magazin" sagte der katholische Priester und Sozialethiker: "In den modernen westlichen Gesellschaften wachsen Strömungen, die zu einer gewissen Aggression gegen Religion schlechthin neigen. Der Versuchung, diese Kräfte im Kampf gegen den Islam zu unterstützen, müssen die Christen widerstehen." Die angemessene Antwort zur Überwindung des militanten Islam sieht der afrikanische Kirchenmann nicht in militärischen oder polizeilichen Aktionen, sondern im Gebet und in Taten der Liebe. Prof. Ike, wegen seines Einsatzes für die Religionsfreiheit von fanatischen Muslimen mehrfach mit dem Tode bedroht, ist einer der führenden Menschenrechtler in Nigeria. Unentwegt erhebt er seine Stimme gegen den politischen Missbrauch des Islams, warnt aber ebenso klar vor jeder "christlichen" Vergeltungsmentalität: "Wir wollen uns nicht schikanieren lassen, aber dass wir Gleiches mit Gleichem vergelten, dass wir schlagen, die uns schlagen, das hat uns Christus nicht gelehrt." Als Menschenrechtler finde ich es unerträglich, dass sich eine renommierte Organisation wie die IGFM zur (Um-) Interpretetin des Koran aufspielt; soll doch jeder nach seiner Facon selig werden! Andererseits hat unser Staat - in falscher Toleranz oder vielleicht auch aus echter Gleichgültigkeit - die Umtriebe religiöser Fanatiker geduldet, wahrscheinlich auch weil sie in Verbindung mit dem saudischen Königshaus stehen. Und mit diesem möchte man es sich nicht verscherzen, winken doch millionenschwere Aufträge für die Wirtschaft! Es lebe der Kommerz! Da lob ich mir Erkennungszeichen wie die schlichte Tracht der Mutter Teresa, das eigentümlich anmutende Auftreten der Heilsarmee - aber auch das einfache Auftreten gläubiger Musliminnen. Es sind Zeichen des Widerspruchs zu Kommerz, Sex und einer Gesellschaft, die die menschliche Daseinsberechtigung nur noch nach der Nützlichkeit bewerten. Diesen Widerspruch hat unsere Zeit bitter nötig! Er sollte sich allerdings nicht in bloßen Zeichen erstrecken, sondern in tätiger Nächstenliebe, in der Ehrfurcht vor dem Leben (auch vor dem ungeborenen), als Spur Gottes in unserer Zeit. Dazu gehört für mich auch unser Einsatz für Menschenwürde und Menschenrechte! Ich würde mich freuen, auch im neuen Jahr wieder auf Ihre Mithilfe zählen zu können. Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr! |
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Islam / Die Uno schlägt Alarm: In den arabischen Ländern droht geistiger Notstand mit kathastrophalen Folgen EINE ÖDE WISSENSWÜSTE Das Schwarzbuch der Vereinten Nationen prangert Bildungsdefizite und Fortschrittsverweigerung auf allen Gebieten an. Ursache dafür ist eine erstarrte Religion.
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